„Lilienthal“ fast abgestürzt: Aufholjagd nach Kollision

Juni 14, 2017

Jörg Riechers hatte bei der Trophée Map eine schwere Kollision. Nach großem Rückstand beendete er die wichtige Regatta als Dritter.

„Lilienthal“ heißt der neue Mini-Prototyp des Offshore Team Germany. Fliegen soll das nur 6,50 Meter lange Geschoss auf Foils in ein paar Wochen. Noch segelt es mit konventionellen Schwertern, und fast hätte der Hamburger Jörg Riechers eine Bruchlandung hingelegt.

Für den 48-Jährigen war die Trophée Map, eine Einhand-Regatta an der Küste der Bretagne, der wichtigste Test des Jahres vor dem Start zum Minitransat im Herbst. Riechers musste dort seine Qualifikationspunkte einfahren. Das wäre fast schiefgegangen: Eine schwere Kollision am Start hätte um ein Haar das vorzeitige Aus des engagierten Projektes bedeutet. Kein Zieleinlauf bei der Trophée Map wäre gleichbedeutend mit einem Startverbot beim Minitransat gewesen.

An der ersten Marke war Riechers nur 40. „Dann kam die erste Sternstunde des noch jungen ‚Lilienthal‘ – wie entfesselt segelte unser neuer Mini durch das Feld. Resultat: Zweiter Platz am Ausgang der Bucht von Douarnenez.“
„Eines ist schon mal sicher: Auch ohne Foils ist das Boot sehr schnell und kann ganz vorn mitsegeln.

Dass ich am Ende Dritter wurde (bei 15 Startern), lag zum einen an meinen noch nicht ganz eingeschliffenen Manövern nach vier Jahren Pause vom Einhandsegeln und natürlich auch daran, dass ich das Boot wie ein rohes Ei um den Parcours getragen habe, immer mit einem weit offenen Ohr, ob es ein unnatürliches Geräusch gibt.“

Yacht-Online 12.06.2017

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