Erster Atlantik-Test für das OTG

Erster Atlantik-Test für das OTG

Glücklich, aber erschöpft zurück von der Trainingseinheit: Das Offshore Team Germany hat die erste Vorbereitung auf das The Ocean Race Europe von Les Sables d’Olonne aus erfolgreich absolviert. Im Mittelpunkt standen für das neuformierte Team von Skipper Robert Stanjek die Manöverarbeit und ein erster Test das Wachsystems in einer Overnight-Session.

Corona-bedingt ist es über eineinhalb Jahre her, dass sich der OTG-Imoca „Einstein“ im Rahmen des Rolex Fastnet Races beweisen musste. Jetzt wurde die Yacht nach der Überführung von England nach Frankreich wieder rangenommen. Robert Stanjek, Phillip Kasüske, Annie Lush und der frisch ins Team aufgenommene Navigator Benjamin Dutreux testeten eine knappe Woche auf dem Atlantik vor Les Sables d’Olonne. Mehrere Tage ging es auf küstennahem Revier zunächst darum, die verschiedenen Manöverabläufe mit der kleinen Vierer-Crew zu koordinieren.

„Es ist schnell deutlich geworden, dass es auf dem komplexen Imoca mit vier Personen sehr schwierig ist, den Anspruch aus dem olympischen Bereich bei den Manövern zu erfüllen“, berichtet Robert Stanjek. „Das Timing für Manöver auf diesen Yachten ist schon sehr lang. Es ist eben ein Boot, das für das Langstreckensegeln konzipiert ist.“ Auch wenn noch nicht alles perfekt gelaufen ist, zeigte sich Robert Stanjek zufrieden: „Es ist noch nicht alles abgearbeitet, aber wir haben schon eine gute Grundaufteilung reinbekommen und nach dieser langen Segelpause sehr gute Fortschritte gemacht.“

In der Overnight-Session testete die Crew ein 90-Minuten-Modell. Während Navigator Benjamin Dutreux in freier Zeiteinteilung agierte, wechselten sich Stanjek, Kasüske und Lush in eineinhalb-stündigem Rhythmus ab. Dabei waren sie jeweils zwei Einheiten an und eine unter Deck. „90 Minuten Pause lassen mit Essen und Trinken maximal 60 bis 70 Minuten Zeit für Schlaf. Und zu den Manövern müssen alle vier Crewmitglieder an Deck.“

So forderte das Training die Crew auf intensive Weise. Gut, dass die Mannschaft sich auf die Yacht verlassen konnte. „Ein großes Kompliment an unser Shore-Team um Joff Brown und Ian Smyth, die die Yacht super hingestellt haben. Wir haben toll arbeiten können“, so Stanjek. Die Bedingungen vor Les Sables waren bei schräg ablandigen Winden moderat und damit ideal zum Einstieg.

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